Allan Grant gilt als einer der bedeutendsten Chronisten des LIFE-Magazins. Neben Monroe portraitierte er die absolut großen Stars des alten Hollywoods, wie Audrey Hepburn, Liz Taylor, Dean Martin, Kirk Douglas, Paul Newman und James Dean.
Am 3. August 1962 erschien ein Artikel über Marilyn Monroe im LIFE-Magazin, der später als ihr „letztes Interview“ bekannt werden sollte. Zwei Tage später verstarb sie. Der veröffentlichte Artikel bot einen kurzen Einblick in ihr Leben – sechs Seiten und acht Fotos. Doch die Entstehungsgeschichte des Artikels verbirgt viel mehr: 432 Fotos von Allan Grant und vier Stunden aufgezeichnete Gespräche mit LIFE-Redakteur Richard Meryman – das meiste davon war bis zu diesem Jahr weder zu sehen noch zu hören.
Zusammen mit Meryman schuf Grant das einzige tiefgehende Porträt von Marilyn in diesem entscheidenden Moment ihres Lebens, frei vom Filter Hollywoods. Grant fotografierte sie zu Hause – zwölf Filmrollen, die sie als verspielt, nachdenklich, trotzig und verletzlich festhielten, während Meryman vier Stunden Tonband aufnahm, während Marilyn lachte, nachdachte und sich mit Humor, Witz und Intelligenz ihm offenbarte.